Freitag, 11. Juni 2010

Erlebnisbericht

Letzten Donnerstag war mal wieder Feierabendbier angesagt. Nach dem Sport ist ein kaltes Panaché halt einfach s bescht wo je hets gits. Bierpuristen werden hier entsetzt aufschreien, aber ich kenne halt nichts effizienteres gegen den Durst. Das Lokal: eine unter Werberinnen und Werbern angesagte Bar im Chreis Cheib. Allerdings ohne Fümuar, ergo auch nicht auf zigibeiz.ch. Konsequenterweise war draussen vor der Bar alles voll. Da sassen nicht nur Texter und Grafiker an den Tischen, nein da standen auch Berater (aka Projekt Manager) und Back-Office Büsis auf dem Trottoir rum. An ein Durchkommen war für normale Fussgänger nicht zu denken, ohne in eine seltsame Konversation über das Reinigen von Felsen in den Alpen verwickelt zu werden. Da nützte es auch nichts, vom Personal um 22 Uhr rigoros und ultimativ aufgefordert zu werden, ins Innere zu dislozieren. Obwohl Tische und Stühle weggeräumt und mittels Drahtseil und Vorhängeschloss gesichert wurden, herrschte drinnen an der Theke eine geradezu deprimierende Leere. Das Resultat der Abräum-Aktion war einzig, dass unabhängig von Konfession, Stand und Einkommen alle Zecher auf dem Trottoir standen, was die Situation für unbeteiligte Fussgänger nicht unbedingt verbesserte. Es wurden weiter munter diese komischen kleinen Fläschchen mit Proseco bestellt und draussen konsumiert. Selbstverständlich wurde dazu lustig geraucht und fröhlich gelärmt. Ist nun das prognostizierte Fiasko eingetreten, dass die Lärmklagen exponentiell ansteigen werden? Die Polizei dementiert dies hartnäckig. Was viele Raucher allerdings weit mehr beunruhigt: der nächste Winter kommt bestimmt! Aber was soll's. Echte Kerle trinken eben kein Panaché und bleiben auch bei minus Temperaturen rauchend draussen sitzen!

Freitag, 28. Mai 2010

zigibeiz.ch hebt ab!

Letzte Woche ist zigibeiz.ch offiziell gestartet und legte gleich einen Traumstart hin! Nachdem am Freitag der Tagesanzeiger und am Dienstag der Bund über zigibeiz.ch berichtet hatten, sind über 100 neue Beizen eingetragen worden. Wir sind begeistert! Herzlichen Dank an alle, die mithelfen zigibeiz.ch mit Infos zu Beizen mit Fumoir zu füllen. Natürlich waren auch ein paar Spassvögel auf der Seite und haben Falscheinträge verfasst. So wurde das Migros Restaurant eingetragen, mit dem Kommentar, es gebe dort Rauchlachs. Ein weiterer Clown hat ein Bordell mit der Anmerkung eingetragen, Mann könne dort nach dem Bumsen rauchen. Das hat uns dazu veranlasst, neue Einträge erst zu prüfen, bevor sie online freigegeben werden. Wir machen das nun ein bis zwei mal täglich.

Ich darf auch schon mal ankündigen, das eine iPhone App in Entwicklung ist! Die App wird es erlauben, sich die nächstgelegenen Beizen mit Fumoir anzeigen zu lassen. Natürlich muss man dazu dem iPhone erlauben, die momentane Position festzustellen. Die gleiche App wird es im übrigen auch für Android Handys geben. Wir freuen uns schon drauf!

Auch an der Website selbst arbeiten wir weiter, um sie zu verbessern. Wir hoffen, dass wir die Beizer für uns gewinnen können. Es würde uns freuen, wenn die Wirte Infos zu ihrem Lokal gleich selbst eintragen würden.

In einigen Blogs hat zigibeiz.ch auch Erwähnung gefunden: Bluetime hat berichtet und auch Monoblog

Montag, 10. Mai 2010

Manifest wider die selbstverschuldete Unmündigkeit

Sapere aude! 300 Jahre Aufklärung und wir haben nichts gelernt. Unmündig ist, wer sich diktieren lässt, wie er sein Leben zu gestalten hat. Reglementierung und Restriktion legitimiert durch gesundheitspolitisches Raisonnement. Dabei geht vergessen: Lebend kommt hier keiner weg!

1) Erkennen der Unmündigkeit. Wie weit darf Bevormundung aus gesundheitspolitischen Überlegungen gehen? Die Analogie zu sicherheitspolitischen Massnahmen ist unübersehbar. Staatliche Regelungen gegen individuelle Unberechenbarkeit haben Konjunktur. Der Mensch scheint nicht fähig, gesellschaftspolitisch angemessen zu handeln. Der Staat hat die Aufgabe der Erziehung des Menschen zum verantwortungsbewussten Bürger. Argument für die Bevormundung ist der Schutz des idealen Bürgers vor subversiven Elementen.

2) Offenlegen der Mechanismen. Gesetze dienen dem Schutz der Gesellschaft vor Willkür. Den humanistischen Werten wird durch Androhung und Vollzug strafrechtlicher Massnahmen Geltung verschafft. Das Volk bestimmt die Spielregeln gesellschaftlichen Zusammenlebens in demokratisch organisierten Abstimmungsritualen. Demokratie war nie reiner Ausdruck des Volkswillens, ist es noch heute nicht und wird es nie sein. Meinungen werden mit Argumenten gebildet. Argumente gewinnen durch Geld Gewicht. Eine Abstimmung gewinnen heisst: Argumente ins Volk tragen. Dies ist ein kostspieliges Unterfangen. Letztlich gilt also: Wer bezahlt entscheidet.

3) Überwindung des status quo. Selbstverschuldete Unmündigkeit kann nur durch das Engagement vieler überwunden werden. Exposition wo es sich lohnt! Einsatz bedeutet Investition persönlicher Zeit und eigener Fähigkeiten. Geld ist nichts anderes, als delegiertes Engagement. Der Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit ist nicht nur ein individueller, intellektueller Akt. Es genügt nicht das eigene Denken zu erneuern. Der Einsicht müssen Taten folgen.